Kibbuz Betzenrod

Im Jahr 1917 wurde der zionistische Weltverband Hechaluz gegründet. Hechaluz bedeutet: Der Pionier. Dieser Verband sollte junge Juden auf ein Leben in Palästina vorbereiten. Mitglied konnte werden, wer einen handwerklichen oder landwirtschaftlichen Beruf ausübte oder erlernte. Aus dem Verband Hechaluz ging die Haddatih-Bewegung hervor.
Ende 1923 kauften junge Juden der Haddatih-Bewegung einen Hof am Ortseingang von Betzenrod. Der Besitzer war der aus Kassel stammende Fuhrunternehmer Sitte, der diesen Hof vom damaligen Besitzer Quanz gekauft hatte. Quanz hatte den Hof als Quartier für südeuropäische Arbeiter genutzt, die beim Bau der Eisenbahn Hünfeld - Vacha beschäftigt waren.
Von Kontakten dieser jüdischen Pioniere mit Eiterfelder Juden ist nichts bekannt.
Das Anwesen wurde nur etwa vier Jahre genutzt und schon 1928 an die Familie Hügel verkauft.
Die Kibbuz-Haddatih-Bewegung zog von Betzenrod nach Rodges, einem Stadtteil von Fulda, und von hier auf den Gehringshof, wo junge jüdische Frauen und Männer auf die Einwanderung nach Palästina vorbereitet wurden. Mit einer abgeschlossenen handwerklichen oder landwirtschaftlichen Ausbildung war es leichter, die Einreisegenehmigung der britischen Regierung nach Palästina zu bekommen.                             Landarbeiter im Kibbuz Betzenrod.

Bildquelle: https://www.pikiwiki.org.il/image/view/4770

 

Hof des Kibbuz
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